Wissenswertes


Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)

Humane Papilloma VirusIn den Medien ist zunehmend von Humanen Papilloma Viren (HPV) als Auslöser bösartiger Tumorerkrankungen die Rede. Tatsächlich können einige dieser zumeist harmlosen Warzenviren unter bestimmten Bedingungen zur Tumorentstehung führen. Die meisten Menschen, die mit HPV infiziert sind – fast jeder Erwachsene ist irgendwann damit in Kontakt gekommen – müssen jedoch keine Angst vor den Viren haben. In der Regel siegt das Immunsystem über den Fremdling - das Virus verschwindet unbemerkt von selbst wieder. Nur in Ausnahmefällen führt die Infektion zu Gebärmutterhalskrebs, der häufigsten durch HPV hervorgerufenen Tumorerkrankung.

Die Impfung gegen Humane Papilloma Viren gilt als einer der heißesten Anwärter auf einen der ersten Plätze bei der nächsten Impfempfehlung der STIKO - es ist die erste Impfung, die ausdrücklich als "Impfung gegen Krebs" entwickelt wurde.

Zur HPV-Impfung gibt es sehr geteilte Meinungen: Das Gerichtsgutachten zum Fall einer 19-jährigen Studentin, die drei Wochen nach einer Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs in Wien verstorben ist, hat ergeben, dass die Impfung gegen HPV als "mögliche Ursache" in Frage kommt, ein eindeutiger Zusammenhang aber nicht festgestellt werden konnte.

Weitere Informationen zum Thema HPV-Impfung finden Sie hier:
Impfinfo
Impfkritik
Aktives Eigenes Gesundes Immun-System
Impfschutzverband
Krebsinformationsdienst


Wissenwertes rund ums Impfen

Bevor Sie sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Sie sich oder Ihr Kind impfen lassen, überdenken Sie zunächst Ihre derzeitige Lebenssituation. Wir leben in einer Zeit, in der wir nicht mehr die Verantwortung für uns und unsere Gesundheit anderen überlassen können. Es ist an der Zeit, dass Sie Ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Überprüfen Sie Ihre Lebensweise, vor allem Ihre geistige Haltung und Ihre Ernährung. Treffen Sie Entscheidungen und handeln Sie danach! Sie werden merken, dass die in Ihnen innewohnenden Ängste immer geringer, Sie selbst dagegen immer freier und gesünder werden. Dann erst sollten Sie sich der Frage widmen, ob Sie oder Ihr Kind noch einen Impfschutz benötigen. In den meisten Fällen werden Sie diese Frage gar nicht mehr beantworten müssen. Denn haben Sie sich vorher ausreichend informiert, die Naturgesetze einigermaßen verstanden und diese beachtet, dann wissen Sie, daß Impfungen, selbst wenn sie wirken sollten, nicht unbedingt der richtige Weg zum Schutz vor Infektionskrankheiten sind.

DENKEN SIE DARAN:
Ein gesunder Mensch wird nicht krank! Ein Mensch, der gesund lebt, wird im Laufe seines Lebens immer gesünder!
Treffen Sie die Entscheidung, ob Sie sich oder Ihr Kind impfen lassen oder nicht, für jede Impfung bewusst und nur nach vorhergehender gründlicher Information und Überlegung. Eine Entscheidung ist nur dann eine Entscheidung, wenn Sie sich intensiv mit dem Für und Wider der Impfungen auseinandergesetzt haben. Sie können jede Impfung nachholen, aber keine Impfung rückgängig machen.

Weitere Informationen zum Thema Impfungen finden Sie hier: Impfnachrichten


Arzneimittel - Gefährliche Zusatzstoffe
Von Jörg Heimbrecht und Rebecca Gudisch (Veröffentlichung des WDR in der Sendung [plusminus vom 7. März 2006)

ArzneimittelSie sind auch bei Schwangeren beliebt, wenn sie eine hartnäckige Erkältung plagt: rein pflanzliche Mittel, besonders wenn die kaum Nebenwirkungen haben. Auf der Packungsbeilage kann man nicht selten nachlesen, dass das Mittel „auch in der Schwangerschaft nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ohne Risiko eingenommen werden kann.“ Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Auch wenn der Wirkstoff harmlos ist – in der Kapselhülle steckt eine gefährliche Chemikalie: Dibutylphthalat, kurz DBP genannt. Diese Substanz soll bewirken, dass sich die Tabletten nicht schon im Magen sondern erst im Darm auflösen. Und genau diese Chemikalie DBP haben die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation als „fruchtbarkeitsschädigend“ und „entwicklungsschädigend“ eingestuft. Der Stoff stellt also ein Risiko für ungeborenes Leben dar.

Professor Dr. Lischka, Leiter des Wilhelminenspitals in Wien, hat Phthalate schon vor drei Jahren als erster in Europa aus seiner Kinderklinik völlig verbannt – inzwischen sind viele Kliniken diesem Beispiel gefolgt, um eine Gefährdung der Patienten zu verringern. Denn Phthalate können auch in Schläuchen, Infusionsbeuteln und anderen medizinischen Geräten enthalten sein und ins Blut oder die Atemluft der Patienten übergehen. Prof. Lischka vermutet, dass die Chemikalien im Zusammenhang mit Missbildungen der Geschlechtsorgane von männlichen Neugeborenen stehen. Und diese Gesundheitsschäden haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. „Wir finden neben dem Hodenhochstand noch verschiedene andere Missbildungen. Vor allem die Größe des Genitals kann betroffen sein. Aber wir finden auch sehr schwere Missbildungen, wie zum Beispiel eine Harnröhre, die an der Unterseite oder der Oberseite des Penis wie eine Rinne verläuft. Wir sehen heute sehr starke Zusammenhänge mit Umweltgiften und Chemikalien und hier dürften vor allem Phthalate Hauptverursacher sein.“

Erst von [plusminus erfährt der Professor, dass DBP und andere Phthalate in ganz Europa auch in Medikamenten zugelassen sind, zum Beispiel in solchen gegen Bronchitis, Darmerkrankungen, Eisenmangel oder Asthma. Alleine in Deutschland sind es fast einhundert. Und das soll auch so bleiben, wenn es nach dem Willen des zuständigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht. „Wir meinen, dass von den Phthalaten in den Mengen, wie sie in den Arzneimitteln verwendet werden, kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher ausgeht“, erklärt Ulrich Hagemann vom BfArM.

Das will [plusminus nachprüfen. Wir suchen uns neun Männer und Frauen, die jeweils ein apothekenpflichtiges Medikament gegen Erkältung mit DBP in der Kapselhülle eingenommen haben. Ihre Urinproben lassen wir am Institut für Umwelt- und Arbeitsmedizin der Universität Erlangen untersuchen – auf Abbauprodukte von Phthalaten. Das Ergebnis: Nach dem Schlucken der Pillen steigt die Belastung um mehrere Hundertfache an. Der Langzeitgrenzwert der Europäischen Union für Dibutylphthalat in Lebensmitteln wird bei Einnahme von Aspecton Eukaps gegen Erkältungen um das 40fache und bei Gelomyrtol gegen Bronchitis um das bis zu 63fache überschritten.

Der Umweltmediziner Prof. Dr. Jürgen Angerer der Universität Erlangen ist besorgt: „Wir sehen, dass der Grenzwert der Europäischen Lebensmittelbehörde um Faktoren überschritten ist, die wir bisher noch nicht beobachtet haben. Im konkreten Fall muss man sagen: Wir kommen mit diesen Dosen an Dibutylphthalat, die hier aufgenommen worden sind, in eine Größenordnung, bei der man schon am Menschen Veränderungen gesehen hat. Wir kommen in einen Bereich, wo man mit Gesundheitsschäden zu rechnen hat.“

Im Kopenhagener Reichshospital arbeiten die europäischen Top-Wissenschaftler für solche Gesundheitsschäden. In einer breit angelegten, internationalen Studie werden Hunderte von Babys untersucht. In zwei bereits abgeschlossenen Studien haben sich bereits deutliche Hinweise ergeben: Männliche Neugeborene können in ihrer Gesundheit geschädigt werden, wenn die Mutter während der Schwangerschaft oder Stillzeit mit Phthalaten belastet war.

Die Phthalat-Spezialistin Katharina Main ist entsetzt über unsere Werte, die allein durch die Einnahme von Pillen gegen harmlose Erkältungen erreicht wurden. „Die Messergebnisse sind extrem hoch, höher als was ich jemals gesehen habe. Es ist noch nie publiziert worden, dass so viel gefunden werden kann bei Einzelpersonen. Die sind mehrere hundertmal höher als die Werte, bei denen wir gemessen haben in unserer Studie, wo wir Gesundheitsschäden fanden. Und die Störungen, die wir gesehen haben, sind zum Beispiel Hodenhochstand, kleinere Geschlechtsorgane und eine eingeschränkte Hormonproduktion. Auf längere Sicht könnte das vermutlich auch einen Einfluss auf die Samenqualität als Erwachsener haben.“

Wir konfrontieren auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit unseren Recherche- und Untersuchungsergebnissen. Und da könnte sich jetzt doch was bewegen, so Ulrich Hagemann vom Bundesinstitut: „Wir werden uns die Daten angucken. Es wird sicher darauf ankommen, sich die Methode anzusehen. Und wenn sich daraus ergibt, auch in Abhängigkeit von den Arzneimitteln, die untersucht worden sind, dass eine Einschränkung in der Anwendung oder neue Hinweise in den Packungsbeilagen vorgenommen werden müssen, dann werden wir das auch umsetzen.“
br> Das wird auch höchste Zeit: Aus Kinderspielzeug und Kosmetika hat die EU die Chemikalie DBP schließlich schon verbannt – um Babys und ungeborene Kinder zu schützen.

Weitere Informationen:
  • Hier finden Sie eine vollständige Liste mit allen betroffenen Medikamenten:  Weichmacher in Arzneimitteln (PDF, 165 KB)

  • Die Zeitschrift „ÖKO-TEST“ beschäftigte sich in ihrer März-Ausgabe mit dem Thema. Die WDR-Sendung markt berichtete:
        „Arzneimittel: Mit Weichmachern belastet“  WDR-Sendung markt (06.03.2006)

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